Archiv der Kategorie: Gedanken

Emotional rollercoaster

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Couple

Weiche Sonnenstrahlen tanzen auf der Haut, eine warme Brise weht über die Dünen. Warmes Lachen mischt sich mit dem Rauschen des Meeres. Es ist Sommer.
Glitzernd perlt das Wasser aus pechschwarzem Haar, blaue Augen blitzen im Sonnenlicht. Bunte Geschichten vermischen sich am Strand, bauen Sandburgen und Schlösser. Möwen ziehen laut kreischend ihre Bahnen am kühlblauen Himmelszelt.

Schwarze Nacht legt sich sanft über den Ort, Sterne funkeln am Firmament. Gemurmel klingt durch die klare Luft. Warme Haut auf warmer Haut. Vertraute Nähe ganz still. Wohliges Kribbeln im Bauch.

Ein letzter Blick, leicht und strahlend. Samtige Worte. Unendliche Meeresweiten, brandende See. Ein Schatten allein.

 

I’m back …

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War nicht viel los hier die letzten Tage und Wochen. Dafür draußen, im echten Leben sozusagen.
Noch brummt mir der Schädel von der vielen Arbeit der letzten Tage… 13 Stunden im Büro sind kein Spaß, schon gar nicht, wenn der Text sich partout nicht übersetzen lassen will. Nun gut, es ist geschafft. Auch wenn mein Körper langsam nach Urlaub schreit – und hey, ihr glaubt gar nicht wie laut das geht! -, mein Schlafdefizit immer größer wird, kommt mein Geist so langsam zur Ruhe.
Diverse Wogen der letzten Monate glätten sich und am Horizont sehe ich, wie die Lust zum Schreiben wieder auftaucht. Ganz weg war sie nie, aber die Ruhe, sich ganz auf einen Text einzulassen, war weg. Noch ist sie nicht wirklich zurück, aber sie ist auf dem Weg. Das freut mich riesig! So hoffe ich, dass Sady (A Girl’s Diary) nicht mehr zu lange in ihrer Schublade ausharren muss. Mit großer Wahrscheinlichkeit aber noch bis Ende April – da ist Urlaub in der Toskana angesagt. Danach geht es aufwärts – ganz bestimmt!

Hinter den Kulissen von A Girl’s Diary

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In meinem Blogroman A Girl’s Diary gab es länger kein neues Kapitel mehr. Diese Erklärung gab es nun für Sady-Leser:

Nun ist er endlich aufgetaucht, dieser Marc … und dann geht es irgendwie nicht weiter. Das hat mehrere Gründe. Einerseits habe ich, Sadys „Mutti“ – wie ich so schön in einem anderen Blog beschrieben wurde – eine sehr stressige Phase und den Kopf für die Weiterentwicklung der Geschichte nicht so richtig frei. Andererseits habe ich meine Story nicht „geplottet“ und stecke jetzt fest. Ihr fragt euch jetzt sicher, was plotten ist. Plotten kommt vom englischen Wort „plot“ und bedeutet nichts anderes als den roten Faden der Geschichte spinnen.

Mein Geschichtchen hier fing ja eigentlich als Schnapsidee an und wurde – zumindest für mich – dann doch zu einem sehr interessanten Hobby. Ich war gespannt, was Sady alles passieren, in welche Richtung sich ihr Leben entwickeln würde. Denn ohne geplanten roten Faden war ich nach jedem Kapitel überrascht, was da passiert war. Je mehr ich schrieb desto häufiger passierte es, dass ich eine bestimmte Richtung einschlug, die dann mehrere Möglichkeiten der Entwicklung der Geschichte eröffnete. Also machte ich mir Notizen. Leicht perfektionistisch angehaucht, bastelte ich einen Zeitstrahl, um die Übersicht nicht zu verlieren, fing an mir Charaktereigenschaften der agierenden Personen zu notieren, bemerkte, dass der gewählte Job für Sady vielleicht nicht so optimal ist, da ich keine Ahnung von der Branche habe – er klang einfach nur spannend im ersten Moment.

Während des Schreibens stellte ich nun also fest, dass es bei weitem nicht so einfach ist eine in sich schlüssige Geschichte zu schreiben – vor allem, wenn man sie vorher nicht so wirklich plant und diese ungeplanten Kapitel sofort online stellt. Nun hatte ich aber damit angefangen und wurde auch regelmäßig angesprochen doch bitte schnell eine Fortsetzung zu liefern.

In mir wuchs der Gedanke, im Nachgang – also wenn aus meiner Sicht die Story um Sady beendet ist – alles zu überarbeiten und sozusagen einen „richtigen“ Roman daraus zu machen. Ob der dann am Ende in meiner Schublade landen würde oder bei euch auf dem Nachttisch ist dabei erstmal zweitrangig. (Auch wenn mir letzteres natürlich gut gefallen würde. Keine Frage). Mir geht es aber darum, eine logische, spannende Geschichte zu schreiben.

Bisher fand ich die Idee auch gut. Jetzt bin ich an dem Punkt, dass aus meiner Sicht als Leseratte etwas passieren muss. Ich habe auch schon so ganz leicht eine Idee, wie es weitergehen könnte mit Sady und Marc und Jeremy und all den anderen. Aber eben auch nur so ein bisschen. Ich habe das Gefühl, mich zu verzetteln und die Geschichte damit kaputt zu machen – zumindest für mich.

Neulich war Philipp auf Sady aufmerksam geworden, der als Autor und Lektor arbeitet, und hinterließ einen kurzen Kommentar zum Preface. Neugierig wie ich bin, besuchte ich Philipp natürlich auf seiner Seite und fand diese sehr interessant und informativ. Man erhält viele Informationen rund um das Schreiben. Vor kurzem hat er begonnen, Schritt für Schritt das Plotten zu erklären (hier). Schon nach kurzem Lesen wurde mir klar, dass ich nicht die Erkenntnis des Jahrhunderts hatte, als ich feststellte, dass kreatives Schreiben und Planung einander nicht ausschließen.

Warum ich das alles erzähle? Ich überlege, Sady an dieser Stelle – wenn man so will – aus dem öffentlichen Leben zu nehmen, die Geschichte nicht hier fertig zu schreiben, sondern das vorhandene Material zu überarbeiten. Ich hätte somit die Möglichkeit, die Charaktere besser kennenzulernen, vielleicht bekommt Sady einen neuen Job. Unter Umständen verändert sich die grobe Handlung, möglicherweise müssen aber bestimmte Erlebnisse gelöscht und durch neue ersetzt werden. (Warum geht das eigentlich nicht auch im echten Leben?? Okay, das ist wieder ein anderes Thema.)

Was haltet ihr davon? Natürlich würde ich über meine Fortschritte berichten, damit ihr Sady nicht ganz vergesst. Lasst mich wissen, was ihr gut fandet an der Story, was euch aufgefallen ist (pos/neg).

Ohne Schokolade …

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Zu Hause heult Camilla, 7. Ihre Lieblingsschokolade – von den Brüdern verputzt. „Viele Kinder bekommen überhaupt nichts Süßes“, statistisiere ich. Und dann: „Mein Gott, Camilla, es geht um ein Stück Schokolade.“
„Schon. Aber Papa, ich muss ein ganzes Leben lang ohne dieses Stück Schokolade leben.“

BRIGITTE-Redakteur Georg Cadeggianini, in der Brigitte Nr. 19

Wie sagt man so schön? „Kindermund tut Wahrheit kund.“ Die kleine Camilla hat vollkommen Recht, jedes vorenthaltene Stück Schokolade muss betrauert werden. Schön, dass Mädchen  Schokolade noch so leidenschaftlich hinterherweinen.
Als Homage an alle verpassten Stücke Schokolade, die niemals wiederkommen werden, werde ich jetzt ganz feierlich Schokolade naschen. 🙂

Die Welt ohne Internet …

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Heute las ich in der ZEIT ONLINE einen Artikel über die Selbstversuche der Herren Christoph Koch und Alex Rühle. Beide versuchten Internet-abstinent zu leben. Spannend!

Das Internet ohne mich

Zwei neue Selbstversuche, offline: Christoph Koch und Alex Rühle beschreiben in ihren Büchern das Leben ohne Netz und digitalen Boden.

Man stelle sich vor, man ist verabredet – und kann nicht kurzfristig die viertelstündige Verspätung ankündigen, kurz noch einmal nachfragen, wo genau man jetzt eigentlich verabredet war – das Handy? Abgeschaltet für die nächsten Wochen. Morgens kann man nicht online die neuesten Neuigkeiten lesen, schnell nach dem Wetter gucken. Gab es wichtige (oder auch weniger wichtige) Mails? Wo ist das neue Restaurant, von dem in der Mittagspause alle gesprochen haben. Kommt nicht auch ein neuer Film im Kino? Wann läuft der wo? Ach, da spielt der tolle Typ mit, gleich mal googeln. Abends dann noch bei Facebook den Freunden aus Madrid und London eine Mail schicken.
Ich bin Übersetzerin und kann mir meine Arbeit ohne Internet nicht vorstellen. Zu jedem Thema muss ich erst einmal recherchieren – Was genau ist Arthrose? Wie sieht das eigentlich genau aus, das Gerät, mit dem man dann ins Knie gucken kann. Ah  ja. Und das Gutachten zur Jacht XY … da müssen die entsprechenden Teile gesucht und sprachlich genaustens analysiert werden. Den Duden gibt es auch online, genauso wie diverse Wörterbücher, Lexika, Enzyklopädien. Viele Menschen haben sich Mühe mit fachspezifischen Glossaren gemacht – online für jedermann zugänglich. Wie oft war das schon meine Rettung! Und zur Not, wen gar nichts mehr geht – ab ins Forum. Da gibt es immer jemanden, der einem weiterhelfen kann. Nein, also arbeiten ohne die neuen Medien, das geht gar nicht.
Ich ziehe den Hut, dass ausgerechnet zwei Journalisten auf die „neuen“ Medien verzichtet haben – und dann auch noch für so lange Zeit!
Ich gebe zu: Ich bin internet- und mediensüchtig. Wenn man mir plötzlich alle Kabel klauen würde und nichts mehr ginge … was wären das für Qualen, die ich ausstehen müsste! Aber eigentlich wäre es einen Versuch wert. Ich würde abends 23 Uhr bereits selig schlummern und nicht noch einen Post für meinen Blog schreiben, obwohl ich totmüde bin, nicht jeder wäre unterrichtet, dass ich heute ein Buch – online versteht sich – gewonnen habe, aber wäre das schlimm? Vielleicht schließe ich mich Koch und Rühle an … zumindest für ein Wochenende. Das wäre doch was!