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Fastenzeit

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Heute ist Aschermittwoch und die Fastenzeit beginnt.
Nun sind es nur noch sieben Wochen bis Ostern und im Christentum ist das der Zeitraum, in dem die Menschen an Jesu Christi erinnern, der 40 Tage lang gefastet hat. Es gibt zwei verschiedene Zählweisen dieser 40 Fastentage:

  • Mittwoch nach dem sechsten Sonntag vor Ostern bis Ostersonntag = 40 Tage inklusive der Sonntage. Es gibt aber auch die Angabe, dass diese Fastenzeit auch bereits am Aschermittwoch begann und am Palmsonntag (dem Sonntag vor Ostern) endet und danach die Karwoche oder auch Heilige Woche folgt. In der Karwoche ist das Fasten keine Buße sonder ein Trauerfasten.
  • Die Synode von Benevent (1091) nahm die Sonntage in der Fastenzeit vom Fasten aus, so dass die 40 Tage von Aschermittwoch bis Karsamstag dauern. Die fünf Fastensonntage und der Palmsonntag sind fastenfrei.

Die Fastenregeln waren einst sehr streng: Fleisch, Milchprodukte, Wein (Alkohol) und Eier waren verboten. Später waren zumindest Milchprodukte erlaubt.

Heute ist es so, dass auch viele Nichtchristen fasten. Sie verzichten auf bestimmte Lebens- oder Genussmittel. Alkohol, Süßigkeiten oder auch Internet und TV sind sieben Wochen lang tabu.
Seit 1983 gibt es auch die Aktion „7 Wochen Ohne“ (bei Facebook) an der inzwischen deutschlandweit ca. 2 Millionen Menschen teilnehmen. Dort wird das Fasten mit Informationen und in Gruppen begleitet – gut für diejenigen, die nicht allein fasten wollen.

Ich habe noch nie gefastet – weder „richtig“ im Zuge einer Fastenwoche noch durch bewussten Verzicht auf Genussmittel über einen bestimmten Zeitraum.
Doch es gibt für alles ein erstes Mal und nun überlege ich, auf welches Genussmittel ich die nächsten sieben Wochen verzichten werde. TV fällt flach – das wird mir zu langweilig, ab und an brauche ich meine Berieselung. Alkohol dürfte mir nicht schwer fallen. Anders sieht es aus bei Süßigkeiten oder Internet.
Ich könnte es mir nun einfach machen und sieben Wochen auf Alkohol verzichten. Fürs erste Mal eine relativ leichte Übung. Aber ist das Sinn und Zweck der Sache? Buße sollte schon einen richtigen Verzicht darstellen, oder nicht?! Süßigkeitenverzicht würde der Sommerfigur auch ganz gut tun. Internet würde in sofern schwierig, da ich im Job nicht ohne Internet arbeiten kann. Was tu ich nun?

Mein ganz persönliches „Sieben Wochen Ohne“-Projekt wird wie folgt aussehen: Alkohol und Süßigkeiten sind ab heute sieben Wochen lang tabu … seufz … Internet bleibt unter der Woche abends aus, nur an den fastenfreien Sonntagen darf ich surfen gehen (Online-Banking und Kontakthalten darf ja nicht ganz zu kurz kommen) 😀 Da werde ich dann auch berichten, wie es mir ergangen ist. Vorher werde ich aber noch einige Newsletter abbestellen, damit mein Emailpostfach nicht überquillt.
Ob ich an den Sonntagen allerdings Süßkrams nasche und mir Wein hinter die Binde kippe, weiß ich noch nicht. Ich denke, darauf vollständig zu verzichten ist einfacher als jede Woche neu zu beginnen.

Insofern war das heute bis nächsten Sonntag der letzte Eintrag hier und auch stöbern auf anderen Blogs, Facebook und sonstigen Seiten kann ich dann erst wieder Ende der Woche. Im Büro versuche ich private Seiten weitestgehend zu vermeiden – mein Chef wird begeistert sein 😉