Archiv der Kategorie: Artikel

Gute Nacht

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Gerne lese ich in der Brigitte die Kolumne von Georg Cadeggianini über sein Leben mit sechs Kindern. Dieses Mal zum Thema Pragmatismus …

Elena, 9, kommt spät abends noch mal ins Wohnzimmer, sie müsse aufs Klo. Ja, und? Ob ich mich bitte so lange in ihr Bett legen könne, es warm halten.

Brigitte Nr. 5 / 2011

Ich entschwinde jetzt auch in mein Bett – vorher aber noch einmal schnell ab auf die Pipibox. Bei mir gibt es niemanden, den ich zum Bettwarmhalten abstellen kann 😉

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Die Welt ohne Internet …

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Heute las ich in der ZEIT ONLINE einen Artikel über die Selbstversuche der Herren Christoph Koch und Alex Rühle. Beide versuchten Internet-abstinent zu leben. Spannend!

Das Internet ohne mich

Zwei neue Selbstversuche, offline: Christoph Koch und Alex Rühle beschreiben in ihren Büchern das Leben ohne Netz und digitalen Boden.

Man stelle sich vor, man ist verabredet – und kann nicht kurzfristig die viertelstündige Verspätung ankündigen, kurz noch einmal nachfragen, wo genau man jetzt eigentlich verabredet war – das Handy? Abgeschaltet für die nächsten Wochen. Morgens kann man nicht online die neuesten Neuigkeiten lesen, schnell nach dem Wetter gucken. Gab es wichtige (oder auch weniger wichtige) Mails? Wo ist das neue Restaurant, von dem in der Mittagspause alle gesprochen haben. Kommt nicht auch ein neuer Film im Kino? Wann läuft der wo? Ach, da spielt der tolle Typ mit, gleich mal googeln. Abends dann noch bei Facebook den Freunden aus Madrid und London eine Mail schicken.
Ich bin Übersetzerin und kann mir meine Arbeit ohne Internet nicht vorstellen. Zu jedem Thema muss ich erst einmal recherchieren – Was genau ist Arthrose? Wie sieht das eigentlich genau aus, das Gerät, mit dem man dann ins Knie gucken kann. Ah  ja. Und das Gutachten zur Jacht XY … da müssen die entsprechenden Teile gesucht und sprachlich genaustens analysiert werden. Den Duden gibt es auch online, genauso wie diverse Wörterbücher, Lexika, Enzyklopädien. Viele Menschen haben sich Mühe mit fachspezifischen Glossaren gemacht – online für jedermann zugänglich. Wie oft war das schon meine Rettung! Und zur Not, wen gar nichts mehr geht – ab ins Forum. Da gibt es immer jemanden, der einem weiterhelfen kann. Nein, also arbeiten ohne die neuen Medien, das geht gar nicht.
Ich ziehe den Hut, dass ausgerechnet zwei Journalisten auf die „neuen“ Medien verzichtet haben – und dann auch noch für so lange Zeit!
Ich gebe zu: Ich bin internet- und mediensüchtig. Wenn man mir plötzlich alle Kabel klauen würde und nichts mehr ginge … was wären das für Qualen, die ich ausstehen müsste! Aber eigentlich wäre es einen Versuch wert. Ich würde abends 23 Uhr bereits selig schlummern und nicht noch einen Post für meinen Blog schreiben, obwohl ich totmüde bin, nicht jeder wäre unterrichtet, dass ich heute ein Buch – online versteht sich – gewonnen habe, aber wäre das schlimm? Vielleicht schließe ich mich Koch und Rühle an … zumindest für ein Wochenende. Das wäre doch was!